Dienstag, 6. März 2012
Diese Generation.
Eine Generation, die lieber Zucker statt Wasser trinkt. Eine Generation, die falsches Mitleid benutzt um ihr Gewissen zu beruhigen. Eine Generation, die lieber Fett statt Nährstoffe isst. Eine Generation, die Drogen verbietet und sich mit Medikamenten krank macht. Eine Generation, die vor dem Untergang steht und mutig drauf los rennt. In dieser Generation lebe ich, obwohl ich bezweifel, dass es sich auf meine Generation spezialisiert hat. Vorhin habe ich mich selbst dabei erwischt wie diese Dinge meinen Alltag bestimmt haben. Ich stand in der Küche um 5 Minuten lang nach irgendeinem Saft zu suchen bis ich bemerkt habe, dass ich es tue damit mein Wasser nicht so langweilig schmeckt. Ein Moment, bei dem ich mich selbst verrate. Ein Moment in dem ich das verkörper, was ich hasse. Der nächste Gedanke war auch schon: "Ich sollte froh sein, dass ich überhaupt etwas sauberes zu trinken habe!", aber ganz ehrlich dankbar bin ich nicht. Es ist für uns selbstverständlich Wasser zu haben und in dem Moment fühlte ich mich nicht schlecht, sondern richtig furchtbar. Ich kann für etwas nicht dankbar sein, da es seit ich klein bin so selbstverständlich ist. Genau das hat unsere Gesellschaft aus uns gemacht. Undankbare Gören.
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Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschenden gedanken kenne ich ... gepaart mit einem ganz ausserordentlichem nihilismus und misanthropie.
AntwortenLöschenist ja immer so. der denkende wird mit melancholie bestraft, welche nur dem stumpfsinnigen fern ist.
lass dich umarmen.
ich mag deine art deine welt zu beschauen. mir gefallen diese tiefen einblicke.m mich erinnern sie an meine eigene empfindsamkeit und das schätzenswerte, was in ihr verborgen liegt. love it :-)
AntwortenLöschenabsolut klasse geschrieben. dass solche gedanken überhaupt noch gedacht werden...
AntwortenLöschenhttp://minazarina.blogspot.de/
Mir ging´s da letztes Mal genau so. Klar bin ich froh, dass ich zwei funktionierende Beine habe, dass ich sehen und hören kann, aber es ist... normal. Ich glaube, dankbar sein geht nur richtig, wenn man den Zustand auch kennt, in dem das gefehlt hat, was sonst immer so selbstverständlich ist.
AntwortenLöschenViele Grüße, Grete
was-macht-grete.de